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Montag, 6. Dezember 2021, 08:03

E-Fuels die langfristige Lösung für das CO2 Problem?

Guten Morgen allerseits.
ich hatte den folgenden Text schonmal im E10-Thread gepostet. Ich denke aber das Thema E-Fuels hat einen eigenen Thread verdient.
Warum? Weil es unser CO2-Dilemma lösen würde und zwar mit den Fahrzeugen die bereits vorhanden sind. Wir bräuchten nicht extra neue E-Autos produzieren, da jeder Oldtimer Co2 neutraler wäre als ein E-Auto mit einer immensen Co2 Vorbelastung bei der Produktion. Selbst die AMG-Heizerfraktion könnte mit ruhigen Gewissen endlos Sprit abfackeln ohne die Umwelt zusätzlich mit CO2 zu belasten. Der Verbrenner selbst ist definitiv nicht umweltschädlich, sondern das was verbrannt wird und genau da muss man ansetzen.

Wir müssen nur die Regierung dahin bekommen sich dieses Themas anzunehmen.

Mich wunderts allerdings, dass nicht mal die FFF-Vertreter an dieser Stelle Überzeugungsarbeit leisten wollen oder können.

Hier nochmal die Kopie aus dem E10 Thread:
Ich möchte nochmal auf die E-fuels eingehen. Es ist tatsächlich so, dass
die Regierung die e-fuels aufgrund der einseitigen Ausrichtung zur
E-Mobilität nicht beim CO2-Ausstieg berücksichtigt.





Dabei sind die E-fuels nicht neu. Im Grunde ist es ein finnisches
Produkt und wird über Rotterdam vertrieben. E-fuels können ohne
Umrüstung direkt als Benzin, Diesel oder Gas getankt werden. Die
Verbrennung erfolgt CO2-neutral. Es wird nur an CO2 freigesetzt was bei
der Herstellung aus der Luft entnommen wurde. D.h. im Klartext: Alle
Verbrenner wären sofort sauber. Die Klimaziele von 2040 wären auf einem
Schlag erreicht. E-fuel gibt es im Übrigen auch als Heizölvariante.





Soweit die schöne Theorie.





Jedoch sind E-fuels in öffentlichen Räumen als Kraftstoff verboten und
werden ähnlich geahndet wie die Dieselfahrer die mit Heizöl im Tank
erwischt werden. Warum? Der Kraftstoff ist nicht als Kraftstoff
versteuert und damit kommen wir wohl zum wirklichen Grund, warum der
Staat sich sehr schwer mit der Einführung tut.





Keine Mineralölsteuer-, Ökosteuer-, und Co2steuer-Einnahmen mehr.
Lediglich 19% Mehrwertsteuer wären noch zu erwarten. Wenn man von einem
Literpreis von 1,50€ ausgeht (wovon der Steueranteil 1,15€ ausmacht)
würde, wenn man 25ct MwSt. davon abrechnet, dem Staat ein Steuerverlust
von 0,90€ pro getankten Liter erwarten. Wir unterhalten uns hier über
Milliardenverluste.

Mein Vorschlag an die Regierung wäre das Ethanol im E5 und E10 durch
e-fuel zu ersetzen. E-fuels sind in jedem Verhältnis mischbar. Sofort
hätte man 5 bzw. 10% weniger CO2-Ausstoß bei den Fahrzeugen und die
Steuerverluste wären bei Vater Staat sehr gering, da Bioethanol ohnehin
steuerbegünstigt ist. Die Subventionen in die E-Mobilität wiegen da viel
schwerer.





Die Problematik ist allerdings die derzeitige Verfügbarkeit. Man könnte
momentan nicht bedarfsgerecht produzieren, weil man zur Herstellung
grünen Strom benötigt. Die Solar-, Windkraft- und Wasserkraftproduktion
kann nicht mal den täglichen Bedarf der Haushalte decken. Es müssten
Flächen genutzt werden die viel natürlichen Strom generieren könnten.
Ich nehme mal als Beispiel die Sahara. Abgesehen davon, dass die
politische Lage in Afrika prekär ist ist auch die technische Seite nicht
ganz ohne. Sandstürme und hohe Temperaturunterschiede sind schon tricky
aber hier baue ich auf den europäischen Erfindergeist und die
entsprechenden Lösungen. Will sagen hier sind Politik und Wissenschaft
gleichermaßen gefragt.





Als Sofortprogramm hätten wir ja noch unseren Offshore-Windpark in der
Nordsee. Seit Jahren zahlen wir in der Stromabrechnung die
Offshore-Umlage für einen Strom der ungenutzt in irgendeinem
Trafohäuschen in Friesland strandet, weil man bis heute nicht geschafft
hat die Trasse in den Süden zu bauen. (Hätte man mal lieber mit dem
Strom die Nordsee beheizt – für die erste deutsche Karibikinsel hätte es
wohl gereicht… :D
) Den Strom könnte man z.Bsp. am Standort Bremerhaven für ein
E-fuel-Werk nutzen und damit die o.g. E5 oder E10 Beimischung
vorantreiben, bis man weitere Möglichkeiten zur Grünstromerzeugung
gefunden hat. (Bsp. Südamerikas Hochebenen – politisch stabiler als
Afrika und sehr windlastig ) Porsche baut übrigens gerade ein
E-fuel-Werk in Patagonien zu Testzwecken





Dies sollen meine Gedanken zum E-fuel gewesen sein und mein
Unverständnis darüber, dass von unserer Regierung dieser Lösungsansatz
völlig außer Acht gelassen und lieber einseitig in die E-Mobilität
investiert wird.





Grüße aus McPom 8)

2

Montag, 6. Dezember 2021, 10:48

@ Der Chef

Den Thread bitte ins Kaminzimmer verschieben. Danke schön! :thumbsup:

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